Tierwelt Australien
15. Januar, 2007 von Moderator
Tier- und Pflanzenwelt im Wilsons Promontory National Park
Mit seiner Fläche von fast 50.000 Hektar gehört Wilsons Promontory National Park zwar nicht zu den Riesen unter den australischen Nationalparks, doch ist er immerhin einer der beachtlicheren. Neben der Größe gilt es die „Wichtigkeit“ eines Parks natürlich auch immer nach Kriterien wie Tier- und Pflanzenwelt zu beurteilen, und in diesen beiden steht der Wilsons Promontory National Park sehr weit vorn.
Nicht nur Baron Ferdinand von Müller war beeindruckt von der ausgeprägten und zugleich vielfältigen Pflanzenwelt, die er in dieser Region vorfand, auch heute noch ist der Park ein erstaunliches Denkmal der australischen Natur.
Ungemein vielfältige Landschaft bietet einen Lebensraum für viele Arten von Pflanzen, und man findet im Park sowohl schroffe Berggebiete mit einer typische Vegetation von Mountains Ashs und Alpine Ashs, die auch oberhalb der Schneegrenze noch bestehen können, sondern auch Marschland, welches von Dünen durchzogen wird und das ein wahres Vogelparadies darstellt.
Weiter im Inland, wo sich das Vorgebirge langsam zu erheben beginnt, sind die Granitwände durchzogen von tiefen Schluchten und Tälern, in denen Farne und Baumfarne als Vegetation vorherrschen.
Insgesamt sind im Park mehr als 700 Pflanzenarten heimisch, eine sehr beachtliche Zahl, die leicht das besondere Interesse des berühmten Botanikers von Müller erklären kann.
Neben einer Vielfalt von Eukalypten, die von den großen Bäumen im Gebirge bis zu den feuchtigkeitsliebenden River Gums reicht sind es vor allem die Farne und Moose, die mit ihrer Vielfalt sehr beeindruckend auf den Besucher wirken.
Doch auch die Heidelandschaft näher am Meer ist von beeindruckender Schönheit – oft ist die Heide hier so dicht, dass es ihre dünnen Wurzeln sind, die die Dünen zusammenhalten. Flame Heath ist unter diesen Gewächsen ebenfalls zu finden, eine seltene, typisch australische Heideart, die den Gebieten einen besonderen Reiz verleiht.
Interessant sind aber auch einige Gewächse, die eigentlich in Tasmanien beheimatet sind. Man findet von diesen einige kleinere Populationen, die noch ein Relikt aus der Zeit darstellen, da die Insel noch mit dem Festland verbunden war. Hier, in dieser vielfältigen Klimazone, haben sie sich gut erhalten können und unterlagen niemals dem Durchsetzungskampf mit den mittlerweile nur für Australien typischen Gewächsen.
Neben der Pflanzenwelt ist die vielfältige Landschaft auch verantwortlich für ein breites Spektrum von hier heimischen Tieren.
In den feuchteren Marschregionen weiter im Inland sind es vorwiegend die Vögel, die in den Augen der Besucher hervorstechen. Man findet typische Vögel, die feuchte Regionen lieben, aber auch viele Arten, die eigentlich in solchen Gebieten nicht zu finden wären. Die enge Verbindung zwischen Wald und Marsch ist es, die für diese besondere Vielfalt verantwortlich ist.
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