Thermometerhuhn

Die Tierwelt rund um Sydney

Eine Vielzahl von Papageienarten findet in den Regenwäldern noch einen Lebensraum, aber auch wenige farbenfrohe Tiere wie die Laubenvögel oder Buschhühner kann man beobachten. Für Australienbesucher besonders interessant sind natürlich die verschiedenen Arten von Beuteltieren, die man in freier Wildbahn beobachten kann. Gewöhnliche Ringbeutler, Langnasenbeutler sind im Regenwald ebenso zu finden wie die seltenen Filander, die von Australiern „pademelons“ genannt werden.

Auch in den höher gelegenen Gebieten des Tafellandes ist die Hand des Menschen nicht ohne Spuren geblieben. Die Wälder, die früher in diesem Gebiet zu finden waren, wurden weitgehend abgeholzt, um Siedlungen und Weideland Platz zu machen. Dort, wo noch Wald zu finden ist, herrschen lichte Eukalyptuswälder vor.

In diesen findet man allerdings dennoch eine Menge von interessanten Tierarten, zum Beispiel Schnabeligel oder Fuchskusi. Auch eine Vielzahl von verschiedenen Beutelmausarten hat in diesen veränderten Gebieten einen Lebensraum gefunden.


 



In noch höheren Regionen herrschen bei der Vegetation die sogenannten „Snow Gums“ vor, eine kältefeste Eukalyptusart.

Jenseits der Great Dividing Range liegen die großen westlichen Ebenen. Ganz in der Nähe des Gebirgszug, in den Western Slopes, sind viele Gebiete für die intensive landschaftliche Nutzung so weit verändert worden, dass eine Menge von Tierarten von dort verdrängt wurde.

Allerdings findet man in den noch weiter westlich gelegenen Ebenen, welche zum Landesinneren hin immer trockener werden und die auch irgendwann ins Outback übergehen, eine Vielzahl von Tieren. Diese wurden aufgrund der Weite der Landschaft von Menschen entweder schlicht und einfach nicht behelligt oder haben sich den nur leicht veränderten Gegebenheiten recht mühelos angepasst.

Kängurus, Wallabies, Emus und der australische Keilschwanzadler sind in diesen Gebieten ebenso zu finden wie das exzentrische Thermometer-Huhn (mallee fowl), welches seinen Namen einer besonderen Temperaturaffinität verdankt.

Neben diesen größeren Tieren ist die Vielfalt von Schlangen, Eidechsen und Insekten hier ebenso groß wie anderswo in Australien.


 



Für Reisende, die noch keine Australien-Erfahrung haben, ist das Aussprechen einiger Warnungen in Bezug auf die Tierwelt unerlässlich. Zwar gehört New South Wales auch in dieser Beziehung zu den „touristenfreundlichsten“ Staaten, da nur recht wenige der sonst verbreiteten, unangenehmen Tierarten vorkommen, doch muss man sich als Reisender aus Europa trotzdem der Gefahren bewusst sein, die man vorfinden kann.

So wird die Küste des Staates öfter von Haien heimgesucht, eine Unannehmlichkeit, die allerdings für fast ganz Australien gilt. An Land gibt es nur wenige gefährliche Tiere.

Abgesehen von einigen Giftschlangen, die man in ganz Australien findet, ist eigentlich nur vor der Tunnelnetzspinne zu warnen (australisch: tunnel web spider), einer sehr giftigen Spinnenart.

Diese unscheinbare Spinnenart kommt vor allem in der Gegend von Sydney und im Dreieck zwischen Nowra, Lithgow und Newcastle vor, ist aber unter Umständen auch in anderen Gebieten zu finden.

Man erkennt das Tier an seinem trichterförmigen Netz. Stoßen sie auf ein solches Netz, ist Vorsicht geboten, denn mit einem Biss injiziert die Spinne ein gefährliches, lähmendes Nervengift, welches auch bei Menschen zum Tode führen kann, wenn nicht schnell Hilfe zur Stelle ist.

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