Sydney Aboriginal

Sydney – ehemals ein wichtiger Lebensraum der Aborigines

Man weiß, dass die Region von Sydney vor der Ankunft der europäischen Siedler ein wichtiger Lebensraum der Aborigines war. Funde und Kunststätten, die ungefähr 14.000 Jahre alt sind, zeugen von einer frühen Präsenz der australischen Ureinwohner in dieser Region. Wetzrillen, die hier im Sandstein zu finden sind, sind das beste Beispiel für das Einwirken der Aborigines auf ihre Umgebung.

Die Blue Mountains sind ein wichtiger Aspekt der Stadtgeschichte von Sydney, war es doch dieses Gebirge, welches für relativ lange Zeit die erste Siedlung Australiens vom Rest des Kontinents abtrennte. So war es von übergroßer Wichtigkeit, dass schließlich ein Treck von mutigen Pionieren (und Pionierinnen) einen Weg zur Überwindung dieses natürlichen Hindernisses fand – niemals hätte Australien sich in dieser Art und Weise entwickeln können, wenn die wichtige Kolonie Sydney noch mehrere Jahrzehnte auf den Seeweg angewiesen gewesen wäre.


 



Der Great Western Highway, der geradewegs durch die Blue Mountains führt, folgt noch heute der Route dieser ersten Planwagen, die sich unter großen Anstrengungen und Entbehrungen ihren Weg bahnten. Befährt man diese Straße heute mit dem Auto, so fragt man sich manchesmal, wie die Überwindung solche steilen Steigungen damals überhaupt möglich war, vor allem, da der Weg natürlich nicht ausgebaut, sondern noch schroff und steinig war.

Nachdem das erste große Hindernis überwunden war, entwickelte sich der Weg durch die Blue Mountains recht schnell zu einer wichtigen Verkehrsverbindung. Dennoch kann man sich darunter keine Straße im heutigen Sinne vorstellen, sondern eher einen breiten Gebirgspfad, der von den Pionieren erkundet worden war und der bei jeder weiteren Fahrt nicht weniger anstrengend und aufwändig zu befahren war.

Die Bergregion selbst blieb noch über mehrere Jahrzehnte ziemlich unbeachtet. Zwar war man froh, sie nun einigermaßen schnell und sicher überwinden zu können, doch war es für die damaligen Siedler nur wenig interessant, sich bis in die Berge auszubreiten – zu schroff und unzugänglich waren weite Teile der Landschaft, und zu wenige Menschen hatten in einem endlos weiten Land überhaupt Interesse an solchen schwierigen Regionen.


 



Dies änderte sich erst, als das zunehmende Wachstum von Sydney den Bau der Great Western Railway begünstigte, jener Eisenbahn, die einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung der Kolonie mit sich bringen würde. Nun war die Bergwelt nicht nur leicht passierbar, sondern auch leichter erreichbar, und die Menschen, die in der schon damals zur Metropole angewachsenen Kolonie Sydney lebten, schätzten die Möglichkeit, die Schönheiten einer uraustralischen Bergwelt so leicht zugänglich vor der Haustür zu haben.

Es kam schon in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts zur Einrichtung der ersten Schutzgebiete, die den Erhalt dieser Natur sichern sollten, und diese Schutzgebiete waren es auch, die nach und nach zum heutigen Blue Mountains National Park erweitert wurden.

Allerdings beruhten diese ersten Reservate eher auf den Einschätzung der Region als großen touristischen Wert denn auf einem echten Naturschutzbestreben – man war sich schon damals klar, dass Menschen aus einer großen Stadt ebenfalls ein Bedürfnis nach weitgehend unberührter Natur hatten, wahrscheinlich einfach, weil die Verantwortlichen für die Einrichtung ebenfalls aus Sydney stammten.

Es sollte allerdings noch bis 1959 dauern, bis man die Reservate zusammenfasste und so aus ihnen den Blue Mountains National Park entsehen ließ.

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