South Gippsland

South Gippsland

Eine der schönsten Verbindungen zum Süden Gippslands stellt der South Gippsland Highway dar, der über Korumburra und Yarram führt. Diese Route passiert auch den Wilsons Promontory National Park, einen der schönsten und beliebtesten Parks Victorias, dem man nach Möglichkeit einen Besuch abstatten sollte.

Aber auch der Rest von South Gippsland ist vergleichweise attraktiv, wenn man nicht den schnellen Weg durch das industrielle Latrobe-Tal wählt. Die sanften, grasbewachsenen Hügel ziehen auf der Fahrt zu beiden Seiden vorbei, und das oft angenehme Wetter verbessert die Aussicht noch.


 



Langwierig und vom Fahrkomfort her etwas unangenehmer ist die Grand Ridge Road, die allerdings auch die schönste Verbindung darstellt. Diese Straße zieht sich durch die Strzelecki Ranges und ist zu weiten Teilen kurvenreich und nicht einmal asphaltiert; es ist die Aussicht, die man von verschiedenen Punkten aus genießen kann, die eine Tour durch die Ranges über diesen Weg so spannend macht.

In der Nähe von Carrajung hat man auf diese Route die Gelegenheit, einen schönen Nationalpark zu besuchen, nämlich den Tarra-Bulga National Park. Dieser Park umfasst Teile der Regenwaldreserve dieser Region, zu der man eine traurige Geschichte erzählt.

Vor hundert Jahren kamen die ersten Siedler nach Süd-Gippsland und begannen – wie an so vielen Orten in Australien – recht schnell mit den ersten Rodungsarbeiten am damals noch endlos erscheinenden Regenwald. Nachdem der Wald gerodet wurde, begann man, die Gegend als Weideland zu nutzen – im Westen erfolgreich, im Osten jedoch weniger.

Seitdem ist die Milchwirtschaft im Westen des ehemaligen Waldes sehr ertragreich und lohnend, der Osten allerdings ist durch die steilen Hänge der Heartbreak Hills von den zentralen Transportwegen zu abgeschnitten und wurde schon bald aufgegeben. Ungefähr die Hälfte des umfangreichen Regenwaldes war umsonst gerodet worden, da zur damaligen Zeit die Holzproduktion bei der Rodung nicht einmal im Vordergrund stand.


 



In Tarra-Bulga hat man jedoch noch heute die Möglichkeiten, einige Überreste des mittlerweile selten gewordenen kühl-gemäßigten Regenwaldes zu besuchen. Die Vegetation dieser Landschaftsart ist noch heute üppig, allerdings bemerkten Wissenschaftler natürlich den Rückgang der Artenvielfalt durch den stark verkleinerten Lebensraum auch hier.

Wenn man einen kleinen Aufenthalt in South Gippsland einlegen will, kann man auf die vielfältigen Angebote der örtlichen Bauernhöfe zurückgreifen. Viele der örtlichen Farmen bieten quer über das Land verteilt „Ferien auf dem Bauernhof“ an, ein Angebot, welches sich von denen in anderen Teilen der Welt durch die charakteristisch australische Wirtschaft, vor allem aber durch das oft beinahe „cowboy-artige“ Lebensgefühl unterscheidet.

Westernromantiker kommen in diesem Teil des Lande sicher auf ihre Kosten. Die Auswahl von Farmen und Cottages ist reichhaltig, weshalb man sich am besten über die Tourist Offices in Melbourne informieren sollte. Lohnenswert ist auch die Broschüre von Farm & Country Tourism in Australia, die nicht nur durch schöne Bilder einen anschaulichen Eindruck vermittelt, sondern auch die Angebote auflistet.

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