Rotzeder

Geschichte des Bunya Mountains National Park

Die ersten Menschen, die wahrscheinlich in die Bunya Mountains kamen, waren Aborigines vom Stamm der Waka Waka, die auf der Suche nach den Bunya-Nüssen waren. Diese Nüsse gelten bis heute als sehr schmackhaft; sie kommen jedoch nur an wenigen Orten vor, und so war eine reiche Ernte dieser Nüsse für die Waka Waka immer ein echtes Fest. Mit Rauchzeichen luden sie ihre Nachbarn ein, um diesen besonderen Segen zu feiern.

Europäische Siedler kamen erst sehr spät in dieser einigermaßen unzugängliche Bergwelt. In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Holzfäller in die Bunya Mountains. Sie waren auf der Suche nach der Rotzeder, einer seltenen Zedernart, die zur damaligen Zeit als das „rote Gold des Waldes“ galt.

Viele von ihnen hatten schon weitere Teil Queenslands durchstreift, ohne fündig zu werden; hier in den Bunya Mountains stießen sie allerdings auf einige Vorkommen dieser wirklich seltenen Bäume.


 



Es sollte allerdings nur wenige Jahre dauern, bis diese Baumriesen aus den Bergen ebenso verschwunden waren wie die Aborigines, die von den Holzfällern und anderen weißen Siedlern oft gewalttätig weiter ins Binnenland gedrängt wurden. Danach nahmen sich die Holzfäller andere attraktive Baumarten vor – die Vorkommen von Bunya-Bäumen und Hoop-Schmucktannen waren reichlicher, als es die von Rotzedern je gewesen waren, so dass sich für einige Zeit eine recht starke Holzwirtschaft in den Bergen etablierte.

Allerdings hielt dies nicht zu lange vor. Die Region war abgelegen, der Transport beschwerlich, und die Vorkommen von interessanten Bäumen wiederum nicht reichlich genug, als dass sich der Bau neuer Transportwege gelohnt hätte. Die Holzfäller, die früh gekommen waren, fanden hier für einige Jahre Arbeit; bald jedoch sprach sich herum, dass die Bunya Mountains keinen goldenen Boden hatten, und nur wenige Siedler strömten nach.

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