NSW Sydney

National Parks in New South Wales

Als einer der schönsten Parks in New South Wales gilt der Morton National Park, der im Hinterland von Ulladulla an der Südküste liegt.

Diese Gegend scheint wie aus einem Fantasy-Roman entsprungen, ganz gleich, ob man sie selbst erlebt oder ob man die Beschreibungen von Menschen hört, die schon einmal dort gewesen sind.

Gigantische Monolithe ragen in diesem Park in den Himmel, umrahmt von dunklen, schroffen Felswänden. Verborgene Täler liegen zwischen diesen Wänden, von denen viele bisher nur von wenigen Menschen gesehen worden sind. Fast scheint man die Einsamkeit und Verborgenheit dieser seltenen Landschaft spüren zu können, wenn man sich durch sie bewegt.

Doch ganz gleich, wie intensiv man sich auf die sonderbare Erscheinung dieser Landschaft einlässt – sie ist auf jeden Fall derart eigentümlich, dass sie jedem Besucher lange in Erinnerung bleiben wird.

Daneben bietet der Park noch ausgezeichnete Wildwasserreviere, die sich für Rafting hervorragend eignen. Besonders der Abschnitt des Shoalhaven River, der in diesem Park liegt, bietet für diesen Sport ganz besondere Vorzüge und wird daher auch gerne aufgesucht.


 



Ein faszinierendes und beliebtes, aber doch nicht weithin bekanntes Ziel ist zum Beispiel der Murramang National Park, der im Norden an die Batemans Bay angrenzt.

Die Bewohner dieses Gebietes, nämlich die Kängurus und Wallabys, sind hier derart wenig schreckhaft, dass sie auf Besucher kaum reagieren. Bei ihrem Schlaf an den Stränden lassen sie sich daher nicht stören und bieten so einen erstaunlichen und besonders für europäische Besucher überaus interessanten Anblick.

Man kann einerseits von Glück reden, dass diese Tatsache bis heute nicht besonders bekannt ist, würde das Gebiet doch eine große Besucherzahl wahrscheinlich gar nicht tragen können. Dennoch ist ein Besuch dieses Parks und seiner Wälder an der Südküste dermaßen reizvoll, dass man diesen „Geheimtipp“ auch nicht verschweigen sollte.

Natürlich ist Buschwandern in den Nationalparks in New South Wales ein überaus beliebtes Vergnügen, zu dem man auch reichlich Gelegenheit findet. Atemberaubende Landschaften findet man hier zuhauf, und es bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, welche Region man zu diesem Zwecke aufsuchen will.

Ein interessantes Ziel für solche Touren ist jedenfalls der Blue Mountains National Park, der nur eine Autostunde von der Metropole Sydney entfernt liegt. Dementsprechend weist der Park die höchsten Besucherzahlen in New South Wales auf, aber man wird dennoch auf keine großen Menschenmengen stoßen, wenn man sein weites Gelände mit Wanderstiefeln und Rucksack erkundet. Nur so aber erschließt sich die volle Pracht des Parks, die seinen eigentlichen Reiz ausmacht.


 



Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Nationalparks in New South Wales. Einen schnellen Eindruck von der Schönheit der Natur erhält man meist schon, wenn man vom Eingang aus einen kurzen Spaziergang unternimmt; wirklich besucht hat man die Parks allerdings erst, nachdem man eine mehrstündige Tour auf sich genommen hat, die meist sehr reizvoll, oft aber auch anstrengend ist.

Ausreichend Zeit und Wanderlust muss man zum Beispiel mitbringen, um die tiefen Sandsteinschluchten der Blue Mountains zu erkunden. Landschaftlich sind sie äußerst reizvoll, und auch die Pflanzen– und Tierwelt, die man hier vorfindet, ist in New South Wales einzigartig.

Auch andere Aktivitäten kommen im Blue Mountains National Park nicht zu kurz. Sie sind ein beliebtes Revier für Freunde des Kanusports, aber auch für Kletterer jeder Fasson.

Die Möglichkeit, sich hier vor einer mehr als 100 Meter hohen Steilwand abzuseilen und unter sich nur Tiefe und Nichts zu erkennen, ist wohl nur selten vorzufinden – Adrenalinjunkies schätzen sie daher sehr, aber auch Kletterer, die sich dieser Herausforderung nicht verweigern wollen.

Die besten Reviere für Kanuten findet man hingegen nach landläufiger Meinung Nymboida National Park, der mit seinem Ruf sogar noch die Blue Mountains und den ebenfalls vielbeachteten Morton National Park in ihre Schranken verweist. Daneben gibt es noch viele weitere Parks, die gute und ansprechende Reviere für diese Art von Wassersport bieten. Je nach persönlichem Geschmack und Trainingsgrad reicht die Auswahl der Reviere von normalen Flüssen über leichte Wildwassergebiete bis hin zu wirklich anspruchsvollen Raftingstrecken, wie man sie im Nymboida Park findet.


 



Am interessantesten sind die Nationalparks in New South Wales aber gerade deshalb, weil sie für „normale“ Touristen so viel zu bieten haben. Man muss gar kein Freeclimber, Raftingsportler oder Wanderfreudiger sein, um den Parks etwas abzugewinnen – beinahe jeder Besucher kommt auf seine Art in den Parks auf seine Kosten.

Neben den anspruchsvolleren Wandertouren findet man hier auch Regionen, in denen man in einem angenehmen Spaziergang einige Kilometer zurücklegen kann.

In den meisten Parks sind auch mehrere Picknick- oder Campingplätze vorhanden, die sich leicht mit einem normalen Auto erreichen lassen. So sind sie zum Beispiel für Touristen mit Kindern, für die ein längerer Fußweg wahrscheinlich eine zu große Belastung wäre, ebenfalls sehr geeignet.

Camping bietet natürlich in einem Nationalpark ganz besondere Möglichkeiten – nirgendwo sonst fühlt man sich so eng verbunden mit der Natur, und viele Besucher schätzen die Möglichkeit, vor ihrem Zelt zu grillen und so den Alltagssorgen ganz besonders fern zu sein.

Die Laute der Natur, die man überall um sich herum hören kann, tun ihr übriges, um einen solchen Besuch zu einer absoluten Besonderheit zu machen.

Menschen, die nicht gleich mehrere Tage für einen Park verplanen wollen, können ähnliche Vergnügungen auch auf den vielen Picknickplätzen genießen. Auch hier findet man die Möglichkeit zu grillen, und man muss hier nicht erst ein Zelt aufschlagen, um sich der Natur verbunden zu fühlen.

So sind zum Beispiel gerade die Parks rund um Sydney bei Einheimischen besonders beliebt, aber auch Touristen, die Sydney besuchen, schätzen die Möglichkeit, rund um die Stadt unkompliziert die Natur erkunden zu können.

Jedes Wochenende macht sich eine Vielzahl von Familien auf den Weg in die Nationalparks. Cricket oder Fußball ist für diese Wochenendtouristen ein beliebter Zeitvertreib, aber viele Familien verbringen auch ihre Zeit damit, mit ihren Kindern Drachen steigen zu lassen.

Auf den zahlreichen Wege hat man hier die Möglichkeit, unkompliziert mit dem Geländewagen den Park zu erkunden – schnell ist man so tief in die Natur eingedrungen, dass man beinahe nicht mehr glaubt, sich noch in der Nähe einer Millionenmetropole zu befinden.

Viele der Parks in der Nähe von Sydney sind wahre Allrad-Paradiese und eignen sich für diese Art von Zeitvertreib hervorragend.

Die nördlicheren Parks von New South Wales sind insbesondere für ihre Surfstrände berühmt. Der Myall Lakes Park, aber auch der Bundjalong oder Crowdy Bay National Park sind aus diesem Grund in den Schulferien stark frequentiert, weshalb man für Besucher, die diese Zeiten vermeiden kann, eher die anderen Zeiten empfehlen kann. Sicherlich jedenfalls sind diese Parks für Surfer ein echtes Muss.

Die schönsten Stunden kann man hier allerdings verbringen, wenn man außerhalb der Hauptsaison herkommt. Zu dieser Zeit findet man weite, wunderschöne und vor allem oft menschenleere Strände vor, die zum Baden, Surfen oder einfach nur zum entspannen einladen.

Der reinweiße Sand des Myall Lakes Park ist weit über seine Grenzen hinaus berühmt für seine reinweißen Strände, von denen aus man manchmal in der Brandung spielende Delfine beobachten kann. An den Ufern findet man einige ausgezeichnete, einladende Campingplätze, von denen aus man eine vortreffliche Sicht auf die untergehende Sonne hat.

Diese Parks bieten sich als echte Erholungsziele in einer wunderschönen Umgebung, so dass man beinahe versucht wäre, ihren eigentlichen Zweck zu vergessen, nämlich den Schutz und die Bewahrung der umliegenden Natur.

Man hört aus dieser Beschreibung leicht heraus, dass diese Parks vor allem von Besuchern aufgesucht werden, die Erholung und Entspannung in eine schönen Umgebung suchen, während echte „Naturfreaks“ wegen dieses Publikums wahrscheinlich enttäuscht sein werden. Dies soll allerdings keine Aussage über die Qualität und die Natur des Schutzgebietes darstellen; die nördlichen Parks haben in Bezug auf ihren Status als Nationalpark die gleichen Rechte wie jeder andere, nur merkt man es ihnen in manchen Gegenden weniger an.

Die Park Ranger sehen es daher (berechtigterweise) als ihre besondere Aufgabe, den Besuchern das Gefühl zu vermitteln, sich als Gast in einer Umgebung aufzuhalten, die sie zu respektieren haben; man kann hier davon ausgehen, dass „Sünder“ gegen die Schutzbestimmungen hier erstaunlich hart bestraft werden.

Die erstaunliche Vielfalt der Parks in New South Wales und ihre große Fläche machen klar, dass man sich hier in einem wahren Paradies für Naturfreunde befindet, welches erstaunliche Möglichkeiten zur Erkundung bietet. Ganz gleich, ob man Parks sucht, die Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten bieten, oder ob man auf der Suche nach einem authentischen Naturerlebnis hat – New South Wales hat in dieser Beziehung für jeden etwas zu bieten.

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