New South Wales
25. März, 2007 von Moderator
Canberra - Die Vororte
Die Vororte Canberras sind relativ zahlreich, und nicht alle von ihnen sollte streng genommen als „Vorort“ bezeichnet werden. Da Canberra jedoch streng geplant ist und die Planung die beiden Hauptzentren City Hill und Capital Hill vorsieht, werden die umliegenden Teile der Stadt im normalen Sprachgebrauch eigentlich meistens als Suburb bezeichnet.
Das rapide Wachstum, welches die Stadt seit ihrer Gründung erlebte, führte im Laufe der Geschichte stets dazu, dass Canberra um verschiedene „Satellitenstädte“ erweitert werden musste.
Zuerst war eine Erweiterung noch durch den Ausbau gewöhnlicher Vororte möglich gewesen (in diese Zeit fallen Gründung und Ausbau der meisten hier erwähnten Vororte), doch als Canberra in den 80er Jahren auf rund 280.000 Einwohner angewachsen war, hatten sich bereits die ersten wirklich „Satelliten“ der Stadt entwickelt – Woden, das 12 Kilometer im Süden Canberras liegt und Mitte der 60er Jahre gegründet worden war, rund fünf Jahre später das nordwestlich gelegene Belconnen und schließlich die südlichste Satellitensiedlung Tuggeranong.
Nicht umsonst sind viele Australier bei der Erwähnung Canberras schnell mit einem schnippischen Spruch bei der Hand, der ungefähr besagt, dass Canberra nur eine Sammlung von Vororten auf der Suche nach einem Zentrum sei. Nun wollen wir uns aber diesen Vororten zuwenden.
Am nördlichsten gelegen ist Ainslie, der Teil der Stadt, der eigentlich am ehesten durch den großen Aussichtspunkt auf dem nahegelegenen Mount Ainslie bekannt ist. In Ainslie liegt auch, für Besucher nicht unwichtig, das Canberra Visitor Information Centre an der Wakefield Avenue.
Etwas südlich von Ainslie liegt Braddon, ein kleiner, sauberer Vorort, in dem viele der Geschäftsleute aus dem Central Business District um den City Hill wohnen.
Westlich von Braddon und Ainslie liegt das an den Black Mountain angrenzende Turner, in dem auch die sehenswerten National Botanic Gardens liegen.
Der Telstra Tower in Turner ist der zweite wichtige Aussichtspunkt von Canberra, der an Sonntagen auch aufgrund der schönen Landschaft in der direkten Umgebung des Turms immer ein beliebtes Ausflugsziel ist. Turner liegt direkt am Belconnen Way, der Straße, die zur Satellitenstadt Belconnen führt.
Direkt am Lake Burley liegt Acton, einer zentraler gelegenen Vororte von Canberra. In Acton liegt die Australian National University, ein großer Komplex, der unter den australischen Hochschulen einen guten Ruf genießt und Acton auf nicht zu geringe Weise prägt. Die Studenten, die abends nach den Vorlesungen oder auch schon in den Mittagspausen gerne in kleinen Cafés oder Bars einkehren, haben einen guten Nährboden für die kleinere Gastronomie in Acton gelegt.
Im Süden Canberras sind die Vororte kreisförmig um den Capital Hill angeordnet. Der nördlichste dieser Orte ist Yarralumla, in dem sich die deutsche Botschaft befindet. Yarralumla ist wie die meisten südlichen Vororte besonders durch die starke Präsenz der Botschaften geprägt, die sich dort befinden. Breite Straßen bieten genug Raum für die teilweise prachtvollen Botschaften der verschiedenen Nationen.
Etwas weiter südlich liegt Deakin, in dem sich ein ähnliches Bild bietet, auch wenn Deakin etwas weniger zentrumsnah liegt als Yarralumla.
Südlich von Forrest, dem nächsten Vorort, liegt der Golf Course von Canberra, der eine große Fläche einnimmt und um den sogenannten Red Hill liegt.
Östlich vom Capital Hill liegt Barton, in dem sich auf Grund der relativ zentralen Lage ebenfalls einige Botschaften befinden. Kingston und Griffith, die südöstlichsten Vororte Canberras, sind besonders durch ihre Bahnhofsnähe wichtige kleine Zentren in Canberra.
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