Naracoorte Australia
3. Juni, 2007 von Moderator
Naracoorte
Die kleine Siedlung Naracoorte ist eine der ältesten europäischen Niederlassungen im Binnenland von South Australia. Schon um 1840, als der Staat wirklich nicht besonders alt war, kamen die ersten Siedler in die Region und beschlossen, sich hier niederzulassen.
Die Region um Naracoorte erwies sich als ertragreich in der Landwirtschaft und als sehr geeignet für den Weizenanbau – diese beiden Wirtschaftsarten sind noch heute das Rückgrat der örtlichen Betriebe, daneben der Weinbau, der sich allerdings erst später durch die Ankunft deutscher Siedler entwickelt hat. Die Zahl der Weingüter um Naracoorte ist nicht besonders zahlreich, doch genießt der Wein aus dieser Region einen guten Ruf.
Da der Ort sehr zentral gelegen ist und zu einem kleinen Ausflug in eine angenehme Idylle einlädt, hat sich eine kleine Fremdenverkehrswirtschaft ausgebildet. Man findet kleine Motels und einige Hotels im Ort, die recht ordentliche Preise und guten Service bieten, dazu einen Campingplatz in der Nähe.
Der Hauptanziehungspunkt für Besucher sind allerdings die berühmten Naracoorte Caves, die etwas mehr als zehn Kilometer südöstlich des Städtchens liegen. Das Höhlensystem ist gewaltig und noch immer nicht vollständig erforscht; man hat nach und nach mehr als 60 Höhlen entdeckt, von denen bisher drei zur Besichtigung freigegeben worden sind.
Vor allem in der Alexandra Cave und in der Blanche Cave gibt es außergewöhnliche Tropfsteinbildungen zu bestaunen, während man in der sogenannten Fossil Cave erstaunliche urzeitliche Funde gemacht hat. In dieser Höhle fand man 1969 das Skelett eines Riesenbeuteltiers, welches wahrscheinlich noch aus der letzten Eiszeit stammt, und das Skelett eines imposanten Riesenwombat.
Daneben sind natürlich auch in dieser Höhle schöne Tropfsteinbildungen zu finden – die Formationen der Stalaktiten und Stalagmiten sind kaum weniger beachtlich als in den beiden anderen freigegebenen Höhlen. Spannend ist auch die Bat Cave, in der eine riesige Fledermauskolonie lebt.
In den Höhlen, die zur Besichtigung freigegeben sind, werden beinahe täglich Führungen angeboten.
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