Mount Gambier

Mount Gambier

Weit im Südosten von South Australia liegt die etwas mehr als 20.000 Einwohner zählende Stadt Mount Gambier. Die Stadt am Rand eines erloschenen Vulkans ist ein überaus wichtiges Zentrum für die umliegende Region, in der intensiv Landwirtschaft betrieben wird.

In Mount Gambier finden die Menschen aus der Umgebung viele Einkaufsmöglichkeiten sowie alle Arten von Dienstleistungen, die man in einer solchen Umgebung benötigt, die anzubieten sich aber in einer kleineren Stadt nicht lohnen würde. Rund um Mount Gambier findet man eine recht idyllische, agrarisch geprägte Landschaft, in der neben Viehzucht der Weizenanbau vorherrscht.

Die Schafzucht, die hier mit großem Erfolg betrieben wird, ist insgesamt in Australien sehr verbreitet. Die erforderlichen Voraussetzungen für den Weizenanbau findet man in weniger Regionen. Das Gebiet rund um Mount Gambier gehört zu den Erfolgreichsten unter ihnen – die Felder sind ertragreich, und der Weizen ist für seine hohe Qualität bekannt.

Daneben wird Rinderzucht betrieben, die vor allem der Milchwirtschaft, in geringerem Maße aber auch der Fleischproduktion dient.


 



Die Stadt gilt als Oberzentrum der umgebenden landwirtschaftlichen Region. Der Familienclan Henty, der sich hier 1834 niedergelassen hat, hätte wohl von dem großen Wachstum, der auf die kleine Ortschaft zukam, nichts geahnt – zwar galt das Land um Mount Gambier schon damals als sehr fruchtbar, doch war der Ausmaß dieses Erfolges kaum absehbar.

Mount Gambier ist gut über den Princes Highway erreichbar, eine Straße, die von Adelaide aus durch den Süden des Staates schließlich an die Ausläufer des erloschenen Vulkans führt.

Dieser ist auch die Hauptattraktion für Besucher der Region – Mount Gambier hat in seinem Krater vier große Seen, die beliebte Ausflugsziele darstellen. Zwar sind die Kraterseen nicht unbedingt leicht zu erreichen, und sie gehören nicht zu den einladendsten Badezielen in South Australia (zumal das Wasser im Mount Gambier meist recht kühl ist), doch ein Naturschauspiel im November rechtfertigt die Berühmtheit der Seen leicht.

In dieser Zeit nämlich wechselt der Blue Lake, einer der Größeren der vier Seen, seine Farbe. Während der gesamten wärmeren Jahreszeit erstrahlt der See seinem Namen gerecht in einem tiefen Blau – im Winter hingegen schimmert er in einem matten Grau.

Am besten kann man diese Attraktion durch den Scenic Drive erkunden, eine aussichtsreiche Straße, die rund um den Krater führt. Dieser Weg ist äußerst lohnend und bietet neben den ohnehin schon spannenden Aussichten in einen erloschenen Vulkan auch die Ansicht auf die vier Seen.

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