Klima Australien

Die Tier- und Pflanzenwelt des Croajingolong Parks

Der Croajingolong Park zieht seine Wichtigkeit als Naturschutzgebiet vor allem aus der Tatsache, dass er einige sehr unterschiedliche Vegetationszonen umfasste. An der Küste findet man Küstenheide und Dünen, weiter im Inland die berühmten gemäßigten Regenwäldern und dazwischen immer wieder große, schöne Süßwasserseen.

Durch diese fließen die vielen Wasserläufe, die früher die Aborigines mit Trinkwasser versorgt haben, und die sich ins küstennahe Tafelland ergießen, von dem aus sie ins Meer münden.

Die Vielfalt der Pflanzenwelt, die man in diesen verschiedenen Teilen findet, ist darauf zurückzuführen, dass im Park zwei Klimazonen verschmelzen, nämlich einerseits die Zone des gemäßigten Regenwaldes und der Küstenstreifen selbst, dessen Klima von der Nähe zum Meer geprägt ist.

Diese Besonderheit des Parks führt zu einem interessanten Miteinander von Pflanzen, die man sonst selten so nah zusammen findet.


 



Pflanzen wie Silvertop und Red Bloodwood sind Gewächse, die eigentlich eher im südlicheren Australien beheimatet sind. Hier findet man sie in der Nähe des Stringybark, der ein typisch viktorianischer Baum ist.

Die Gebiete des gemäßigten Regenwaldes haben noch dazu ihre ganz eigene Vegetation. Hier herrschen Baumfarne und Moose vor, dazu Kletterpflanzen, die die hoch aufragenden Bäume oft über mehrere Meter bewachsen. Auch Orchideen findet man hier in großer Anzahl; die Schönheit dieser Pflanzen zwischen den Bäumen wird von vielen Besuchern gerühmt.

Zur Küste hin werden die größeren Bäume, die für das Landesinnere typisch sind, immer seltener, bis sich der Wald schließlich öffnet und den Blick auf die Landzungen an der Küste freigibt, die sich im Frühling in ein wahres Farbenmeer tauchen.

Lohnend ist es auch, einen Besuch im Park zu verbinden mit einer intensiven Beschäftigung mit der Tierwelt.


 



Mehr als 300 Vogelarten leben im Park, darunter Pelikane, Papageien und Kakadus, aber auch seltenere Arten wie den Leierschwanz. Dieser lebt vorwiegend in den Regionen des Regenwaldes, ist dort aber für gewöhnlich nur schwer auszumachen – man muss schon ein wenig Glück haben, um eines der seltenen Tiere aus dem Wald auffliegen zu sehen.

Neben Vögeln findet man natürlich eine ganze Reihe einheimischer Tiere, die hier in freier Wildbahn leben. Kängurus und Koalas findet man in der Nähe der kleinen Eukalyptuswälder, doch gibt es nicht besonders viele von ihnen im Croajingolong National Park.

Interessant ist die kleine, aber geschützte und seit einiger Zeit langsam wachsende Population von Australischen Seebären, die in seichtem Gewässer leben und die sich vom Massaker im 19. Jahrhundert zwar nicht erholt, aber doch ein wenig regeneriert hat.

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