Gladstone Australien

Gladstone

Auch wenn sich Gladstone nicht unbedingt als touristisch sehr einladende Stadt präsentiert, ist sie mit ihrer Wirtschaftskraft ein entscheidender Faktor in der Region Central Coast. Gladstone zählt heute etwas mehr als 25.000 Einwohner, Tendenz steigend, und gilt als eine der am schnellsten wachsenden Industriestädte Australiens.

Dieses Wachstum verdankt die Stadt vor allem dem Umbau des Tiefseehafens, der vorgenommen wurde, um die Kohle aus dem Bowen Basin verschiffen zu können. Dieses Gebiet ist noch heute ein extrem wichtiger Kohlelieferant in Australien, und daher hat sich die Entscheidung, den Hafen von Gladstone für die Verschiffung der Kohle zu etablieren, auf jeden Fall gelohnt.

Allerdings ist es nicht nur die Kohle, die dem Hafen von Gladstone seine Wichtigkeit einbringt.

Landwirtschaftliche Produkte aus dem Hinterland werden von der Stadt aus ebenso verladen wie die Produkte der nahegelegenen Aluminiumfabrik.


 



Immerhin ist das Einzugsgebiet des Tiefseehafens von Gladstone so groß, dass die jährliche Tonnage, die dort auf die Schiffe verladen wird, die von Sydney zum Beispiel im einiges übersteigt – und das in einer relativen Kleinstadt wie Gladstone!

Es ist klar, dass es sicher einladendere Orte an der Central Coast gibt, aber man kann der Stadt nicht eine eigene Faszination absprechen. Gladstone ist in ihrer industriellen Wichtigkeit noch so relativ jung, dass der „Schlotmief“, der vielen Industriestädten anhängt, die Stadt noch nicht vernebelt zu haben scheint.

Wahrscheinlich ist es dem Umstand zu verdanken, dass in Australien bis jetzt kaum Mangel an Boden herrscht, dass man sogar in einer Stadt wie Gladstone nennenswerte Parks findet, und dass auch die Naherholungsgebiete schnell erreichbar sind.

In Gladstone selbst ist es allerdings die Industrie selbst, die jene Besucher, die es herzieht, meist interessiert.

Der Industriehafen selbst hat gewaltige Ausmaße und stellt schon selbst eine Sehenswürdigkeit dar. Auch wenn es sicher nicht Jedermanns Sache ist, kann man den riesigen Verladekränen und der Vielzahl von Hochseeschiffen, die oft vor Anker liegen, eine gewisse Faszination nicht absprechen.


 



Menschen, die sich für die Seefahrt interessieren, finden in Gladstone neben einem Spaziergang durch den Hafen noch andere Möglichkeiten. Die moderne Marina neben dem Hafen, in der 200 Boote Platz finden, ist sicherlich ebenfalls sehenswert (und das nicht zuletzt wegen der Boote, die dort oft zu finden sind).

Besonders interessant ist allerdings das Maritime Museum, das über die zweihundertjährige Geschichte des Hafens von Gladstone informiert, aber auch über die allgemeine Entwicklung der australischen Seefahrt selbst.

Um bei den industriellen Sehenswürdigkeiten zu bleiben, sollte man noch die weltgrößte Aluminiumfabrik erwähnen, die in der Nähe von Parsons Point liegt. Diese Fabrik, die nicht zuletzt auch einen großen Beitrag für die hohe Tonnage des Industriehafens liefert, verarbeitet jährlich rund 8 Millionen Tonnen Bauxit, von dem der größte Teil aus Weipa stammt, das im Nordwesten der Cape York-Halbinsel liegt.

Das Einflussgebiet dieser Fabrik ist so groß, dass sich in der Nähe auch noch eine Aluminiumschmelze etabliert hat.

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