Fraser Island Tour
23. März, 2007 von Moderator
Fraser Island: Auf eigene Faust
Sicher ist es äußerst reizvoll, ein Naturreservat wie Fraser Island auf eigene Faust zu erkunden und bei seiner Tour nur die Wege auszuwählen, die man sich selber ausgesucht hat.
Touren auf eigene Faust erfordern natürlich eine weitaus intensivere Vorbereitung – immerhin muss man sich über die Insel informieren, die nötige Ausrüstung auftreiben, und auch für eventuelle Übernachtungen und Mahlzeiten will gesorgt werden. Viele Besucher sehen dies als eine Herausforderung; man muss selbst abschätzen, wieviel Eigeninitiative man in seinem Urlaub ergreifen will.
Auf jeden Fall gibt es einige Punkte, die man bei seiner Planung beachten sollte.
Fraser Island ist relativ groß. Die teilweise beträchtlichen Entfernungen zwischen zwei Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu überwinden, mag, wenn man ein gewöhnliches Wandertempo zugrunde legt, noch möglich erscheinen; man sollte dabei aber bedenken, dass der sandige Boden die Wanderung um einiges anstrengender macht und man so nur eine geringeres Tempo schaffen wird als in anderen Umgebungen.
Insgesamt ist Fraser Island daher gerade für unerfahrene Wanderer nicht besonders geeignet.
Nahe liegend ist da natürlich das Mieten eines Autos. Zum einen gibt es die Möglichkeit auf der Insel selbst, wo die Kosten allerdings etwas höher sind als auf dem Festland.
Dennoch ist es empfehlenswert, seinen Wagen erst auf der Insel zu mieten. Immerhin spart man die Fährkosten für das Auto, und abgesehen davon ist es nicht ganz unproblematisch, einen Wagen nach Fraser Island zu überführen.
Man benötigt eine „Permit“, um ein Auto auf der Insel benutzen zu dürfen. Wenn man mit einem Mietwagen unterwegs ist, der außerhalb von Fraser Island gemietet wurde, muss man sich um diese selbst kümmern; bei Vermietern auf der Insel ist das ebenso wenig notwendig wie bei den Tourenveranstaltern.
Diese Erlaubnis, die nur eine kleine bürokratische Hürde und nicht besonders kostspielig ist, stellt allerdings nicht das einzige Problem auf der Insel dar.
Manche Vermieter von außerhalb verweigern ihren Wagen nämlich die Überfahrt zur Insel. Dies beruht meistens darauf, dass diese Anbieter in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit der Insel gemacht haben – die Gezeiten sind auf Fraser Island so unstet, dass schon so manches Auto von der Flut überrascht wurde und im Meer verschwand. Der Verlust eines Wagens ist für einen Autovermieter natürlich hart, und so sehen einige das geringere Übel darin, überhaupt keinen Wagen auf die Insel zu lassen.
Wenn man plant, während eines Urlaubs in Australien Fraser Island zu besuchen, sollte man dies auf jeden Fall schon angeben, bevor man den Mietvertrag unterschreibt. Andernfalls könnte man sich mit dem unangenehmen Problem konfrontiert sehen, den Trip nach Fraser Island kurzfristig absagen zu müssen oder auf der Insel einen zweiten, natürlich ebenfalls zu bezahlenden Wagen mieten zu müssen.
Zu Beachten ist auch, dass Fraser Island trotz einer relativ starken touristischen Frequentierung keine ausgebauten Straßen besitzt. Ganz gleich, was man sich auf der Insel ansehen will – um einen geländegängigen Wagen kommt man kaum herum. Selbst der Seventy Five Mile-Beach, die „Hauptstraße“ von Fraser Island, ist nur für geländegängige Fahrzeuge passierbar. Die wenigen Wege in den Touristenzielen sind ebenfalls nicht für gewöhnliche Autos gedacht.
Dies ist ein weiterer Grund dafür, seinen Wagen auf der Insel zu mieten, wenn man nicht ohnehin mit einem Geländewagen unterwegs ist.
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