Charles Sturt

Der Sturt National Park – leider kein ideales Ausflugsziel

Im Grunde genommen erscheint der Sturt National Park nicht als ideales Ausflugsziel. Er liegt mehr als 300 Kilometer nördlich von Broken Hill und ist damit der abgelegenste Park in ganz New South Wales. Außerdem ist das Klima des Outback mehr als gewöhnungsbedürftig – die Hitze ist im Sommer unerträglich, und Reisende sollte die Gefahr des Austrocknens hier absolut nicht unterschätzen. Ausreichende Wasservorräte sind zwingend notwendig, damit man hier nicht in ernste Schwierigkeiten gerät.

Insgesamt aber ist der Sommer keine empfehlenswerte Reisezeit für diesen Park. Die Hitze macht auch Fahrzeuge unzuverlässiger, und die Insekten sind in dieser heissen Jahreszeit eine wahre Plage.

Im Winter ist zwar die Hitze weniger unerträglich, aber die empfindlich kalten Nächte mit ihren Minusgraden sind für Reisende meist ein echtes Problem. Daher sollte man, wenn man den Sturt National Park besuchen will, am ehesten im Frühling oder Herbst kommen, da dann die Temperaturen angenehmer (eigentlich: erträglicher) sind.


 



Die meisten Reisenden starten ihre Tour in den Outbackpark von Tibooburra aus. Hier gibt es ein sehr informatives Büro des National Parks and Wildlife Service, welches man besuchen sollte. Die informative Ausstellung über das Outback ist eine ideale Einstimmung auf die Tour, und mit verschiedenen Broschüren über die Straßen, Wanderwege und Sehenswürdigkeiten kann man seinen Aufenthalt im Park gut planen.

Direkt in der Nähe der Siedlung liegt der bekannte Campingplatz Dead Horse Gully, von dem aus ein Wanderweg in eine faszinierende Granitlandschaft beginnt. Tibooburra hatte ja als Abbaustelle für Granit begonnen, so dass man hier einige interessante Formationen besuchen kann.

Im nahe gelegenen Golden Gully kann man sich über die Techniken des Goldschürfens informieren; im Zusammenhang mit den besonderen Methoden, die in der Hitze des Outbacks angewandt wurden, ist dies für Interessierte ein besonders lohnenswerter Besuch.

Von Mount Wodd und Olive Downs aus führen auf die „Jump Ups“, charakteristische tafelförmige Erhebungen, die diesen Teil des Parks prägen.

Diese kurzen Wanderungen dauern normalerweise nicht mehr als eine Stunde und sind daher auch im heissen Klima des Outback eine durchaus erträgliche Herausforderung.


 



Nicht weit entfernt ist auch Fort Grey. Von hier aus kann man eine alte Koppel besuchen, in der Charles Sturt während seiner Expedition durch das Gebiet des heutigen Park eine kleine Schafzucht aufbaute. Das Binnenmeer, welches er suchte, konnte der Entdecker zwar nicht finden, aber immerhin erschloss er ein weites Gebiet, welches sich später als wichtiger Boden für die Viehzucht erweisen sollte.

Unweit dieser Koppel liegt zwar nicht das Binnenmeer, aber immerhin ein kleiner See, der allerdings meistens ausgetrocknet ist. Durch die seltenen, aber meist intensiven Regenfälle im Outback schwankt dieses Gewässer zwischen dem ausgetrockneten Zustand und Hochwasser, da der trockene Boden die Mengen von Wasser in so kurzer Zeit nicht aufnehmen kann.

Längere Wanderungen im Outback sind eine wirklich beschwerliche Sache, die sicher nicht für jeden Besucher des Parks zu empfehlen sind. Daher bietet sich für Reisende, die dennoch einen guten Einblick in den Park gewinnen wollten, die Rundfahrt an, die man anhand eines Infoblattes vom National Parks and Wildlife Service unternehmen kann.

Diese Tour umfasst rund 110 Kilometer und führt durch Olive Downs und Mount Wood durch die schönsten Teile des Parks, in denen man Kängurus, Emus und Adler hautnah erleben kann. Auch bei Touren mit dem Auto sollte man ausreichend Trinkwasser, Proviant und Ersatzteile mitführen.

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