Budawang

Durch den Busch des Budawang National Park

Man kann es sich recht leicht vorstellen – die wichtigste Aktivität in einem abgelegenen Wildnispark wie dem Budawang National Park ist die Erkundung der Wildnis, die in den allermeisten Fällen zu Fuß erfolgt.

Der Budawang Park ist allerdings ein Revier für erfahrene und mit allen Wassern gewaschene Buschwanderer, die am besten auch einige Survival-Erfahrung mit sich bringen.

Es ist essentiell, die Vertreter des örtlichen National Parks and Wildlife Services (NPWS) über seine Route und die geschätzte Zeit zu unterrichten und sich mit ihnen abzustimmen; Wanderer, die dies nicht tun, riskieren im Ernstfall stark verspätete Hilfe, die sie unter Umständen überhaupt nicht mehr retten kann.

Reisende, die eine Tour in diesen wilden Park in Erwägung ziehen, sollten sich einiger Anforderungen bewusst sein, die der Weg in den Budwang Park mit sich bringt. Sie sollten genug Ausrüstung mit sich führen können, als dass sie weitgehend autark sind (zumindest für einen längeren Zeitraum).


 



Das Lesen von Kompass und topographischen Karten sollte für sie kein Neuland sein, da die Orientierung im Park oft nicht nur sehr wichtig, sondern vor allem auch nicht besonders einfach ist. Die Grundbegriffe des Survival sollte wenigstens eine Person aus der Reisegruppe ausreichend beherrschen, am besten natürlich mehrere.

Hat man sich entschlossen, den Weg auf sich zu nehmen, kann man unter eine Vielzahl von möglichen Touren durch den Park wählen. Vom Parkrand aus zum Beispiel kann man einem gut markierten Pfad auf den Mount Budawang folgen, der schließlich sogar auf den Gipfel führt. Ein Steilabschnitt von rund einem Kilometer macht allerdings auch diesen ansonsten relativ kurzen und einfachen Weg einigermaßen anstrengend.

Besucher, die einen Aufstieg auf diesen Gipfel planen, sollten dafür einen Tag mit gutem Wetter aussuchen, wenn sie die Aussicht von diesem den Park beherrschenden Berg genießen wollen. Leider hängen hier die Wolken oft sehr tief, und gerade, wenn ein Gewitter droht, ist der Weg nicht nur gefährlich, auch wäre die Sicht kaum dazu geeignet, einen Gipfelstürmer angemessen für seine Mühen zu belohnen.


 



Der höchste Gipfel im Park ist allerdings Currockbilly Mountain, nicht etwa der namensgebende Mount Bundawang. Wanderer, die diesen Gipfel in Angriff nehmen wollen, starten am besten von Mongarlowe aus und folgen der Straße nach Charleys Forest. So lange man sich noch auf der Straße bewegen kann (was hier auch noch mit dem Auto möglich ist), ist man auf dem richtigen Weg.

Irgendwann passiert man Black Bobs Creek und eine große Forellenzucht, die eine der wenigen menschlichen Nutzungsmöglichkeiten der Region darstellt. Einen halben Kilometer dahinter findet man ein Tor, hinter dem ein kleiner und beschwerlicher Weg zum Currockbilly führt. Der anstrengende Aufstieg erfordert eine gute Kondition und nimmt ungefähr zwei Stunden in Anspruch. Unerfahrene Wanderer sollten ihn nicht unterschätzen, sondern vielleicht lieber ihr Reiseziel auf den Currockbilly verlegen.

Ganz gleich, welche Tour man in Angriff nehmen will – es ist wichtig, sich beim National Parks and Wildlife Service nach der aktuellen und zukünftigen Wetterlage zu erkundigen, ehe man sich auf den Weg macht.

Neben Querfeldeinwanderungen ist es übrigens vor allem Buschcamping, welches sich bei den hartgesottenen Besuchern des Parks recht großer Beliebtheit erfreut. Allerdings sollte man, wenn man eine mehrtägige Tour durch den Park in Erwägung zieht, durchaus im Hinterkopf behalten, dass man sich in den Nächten weitaus größeren Unannehmlichkeiten aussetzt als bei einem gewöhnlichen Campingurlaub, weil man im gesamten Park keinen Campingplatz finden wird.

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