Brisbane Fraser Island

Fraser Island: Die Insel

An der Ostseite der Insel liegt der endlose Strand mit dem viel sagenden, zutreffenden Namen Seventy Five Mile Beach, der aus fest gepresstem, hellen Sand besteht. Tatsächlich misst dieser Strand ungefähr 75 Meilen, was beinahe die gesamte Ostseite der Insel ausmacht. Fraser Island ist rund 125 Kilometer lang, aber nur 5-25 Kilometer breit, was der Insel eine schmale, geschwungene Form verleiht.

Allerdings sind große Teile des Strandes nur selten ruhig, da viele Geländewagen und Touristenbusse ihn als Autobahn benutzen. Auch wenn dieser Missbrauch bisher keine bleibenden Schäden hervorgerufen hat, ist doch zumindest die Ruhe, die ein Strand, der von Horizont zu Horizont reicht, vermitteln könnte, empfindlich gestört.

Auch wenn man den Strand einmal in einer ruhigen Stunde vorfindet, sollte man vom Baden im Meer absehen. Die Unterströmungen sind unberechenbar und sogar für erfahrene Schwimmer gefährlich.


 



Die Meeresbewohner, die dort im Meer zu finden sind, stellen allerdings keine Bedrohung dar. Normalerweise sind dort nur harmlose Leoparden-Haie, Schildkröten und Delphine zu finden, die sich bei ruhiger See oft ganz nah an die Küste wagen.

Vor allem vom Aussichtspunkt Indian Head kann man so oft Zeuge interessanter Schauspiele werden. Dieser Punkt liegt auf der Felsenbarriere, hinter der sich der Sand der Insel auftürmte. So galt Indian Head den Aborigines auch als heiliger Ort.

Eine besondere Sehenswürdigkeit auf Fraser Island sind ohne Zweifel auch die kristallklaren Bäche und vor allem die Seen im Inselinneren.

Auf Fraser Island hat man insgesamt mehr als 60 Süßwasserseen gezählt, in denen das Wasser besonders rein, da vom Sand gefiltert, ist.

Daher eignen sie sich hervorragend zum Baden und erfreuen sich zu diesem Zweck auch großer Beliebtheit. Die bekannten Seen sind daher zu den stark frequentierten Zeiten oft auch recht überlaufen – so zum Beispiel der 130 Hektar große, fünf Meter tiefe Lake MacKenzie. Ein anderer großer See auf Fraser Island ist Lake Wabby, der doppelt so tief ist wie Lake MacKenzie und der auf Grund seiner abgelegenen Position meist weniger gut besucht ist.


 



Zwei Wanderwege führen zu diesem See, den man auch Window Lake nennt, da die spiegelglatte Oberfläche, die oft völlig unbewegt daliegt, an ein Fenster erinnert. Der erste Weg führt durch einen schönen Eukalyptuswald, der andere durch die Dünen. Beide Wege sind lohnenswert, und es bietet sich natürlich an, auf dem Hinweg den einen und auf dem Rückweg den anderen zu nehmen.

Allerdings kann man auf dem Rückweg durch die Dünen relativ leicht vom Weg abkommen, was sich dann in einem kleinen Umweg niederschlagen würde. Die Dünenlandschaft in der Nähe des Lake Wabby ändert sich ständig, und Messungen haben ergeben, dass der See langsam, aber sicher von den Dünenbewegungen verschlungen wird.

Von einem nahegelegenen Aussichtspunkt hat man einen fantastischen Ausblick über das tiefblaue Wasser und die umgebende Landschaft, und es ist in der Tat ein Erlebnis, drei so unterschiedliche Landschaften wie Wald, See und Dünen so nah beieinander zu sehen.

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