Bisswunde

Bissverletzungen

Da es in Australien eine große Zahl von giftigen Schlagen gibt, sind Verletzungen dieser Art überdurchschnittlich häufig. Bisse von Insekten sind normalerweise weitaus ungefährlicher, auch wenn es unter diesen Tieren ebenfalls solche gibt, die einem Menschen gefährlich werden können.

Größere Bissverletzungen, hervorgerufen zum Beispiel durch Krokodile oder Haie, sind auf jeden Fall möglichst bald professionell zu behandeln.

Schlangenbisse erfolgen in neun von zehn Fällen am Knöchel, da dies für die kleinen Reptilien die beste Angriffsstelle ist. Die beste Art, Schlangenbisse zu vermeiden, sind daher kräftige, knöchelhohe Schuhe, dicke Socken und eine Hose aus dickerem Stoff, da solch ein Schutz eine große Zahl von Bissen ganz einfach abfangen würde.

Kommt es trotz geeigneter Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Biss, legt man am besten schnell einen Druckverband oberhalb der Bissstelle an, der das betroffene Glied stramm umwickelt, um so die Verteilung des Gifts zu verlangsamen.


 



Da der Schaden bei einer solchen Verletzungen natürlich nicht durch den Biss, sondern durch das Gift entsteht, muss man dies natürlich bei der Behandlung beachten. Körperliche Anstrengung ist nach einem Giftbiss zu vermeiden. Der Verletzte muss abgestützt oder getragen werden, da Anstrengung die Wirkung des Gifts verschlimmern würde.

Normalerweise sollte man versuchen, innerhalb von acht Stunden ärztliche Hilfe zu finden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Bissstelle nicht abzuwaschen oder zu reinigen, da die Giftspuren auf der Haut einem Arzt wertvolle Hinweise geben können. Da Hautkontakt mit Schlangengift unschädlich ist, stellt diese Vorgehensweise kein Problem dar.

Bei Insekten muss man eigentlich nicht befürchten, dass ein Biss lebensbedrohliche Folgen haben kann. Die einzigen Insekten, die einen gefährlichen und oft tödlichen Biss haben, sind auch in Australien die Zecken.

Zwar gibt es auf dem Kontinent eine Reihe von Spinnen, die ein gefährliches Gift besitzen, doch selbst bei der Trichterspinne, die zu den gefährlichsten Arten in Australien gehört, ist ein Giftbiss normalerweise nicht tödlich (Lebensgefahr besteht aber, so dass man einen solchen Biss sehr ernst nehmen muss!). Die Rotrückenspinne, die als zweitgefährlichste in Australien gilt, ist praktisch nie tödlich, doch ist ein Biss überaus schmerzhaft. Ähnlich verhält es sich mit den Skorpionen, die in Australien leben.

Andere kleine Insekten sind normalerweise nur dann gefährlich, wenn eine Allergie vorliegt.

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