Beuteltier
12. Mai, 2007 von Moderator
Tier- und Pflanzenwelt
Die Lebenswelt des Eungella National Park ist überaus abwechslungsreich und spannend. Ganz gleich, welchen Aspekt der Natur man hier betrachten möchte, man findet in jedem einige faszinierende Besonderheiten.
Interessant ist zum Beispiel das Nachtleben im Park, welches auf viele Besucher einen immensen Reiz ausübt.
Kurz nach der Dämmerung werden die ersten Ringelschwanzbeutler aktiv, von denen man recht viele im Park findet – wie die meisten anderen nachtaktiven Lebewesen sind auch diese in den ersten beiden Stunden nach Einbruch der Dämmerung besonders aufgewühlt, weil sie in dieser Zeit auf die Suche nach neuen Nahrungsrevieren gehen. Ringelschwanzbeutler ernähren sich von Blättern und Blüten und sind daher meist in Gebieten zu finden, die für ihre Zwecke reiche Beute versprechen.
Feinde dieses eigentlich recht behäbigen Beutler sind die Rautenpython, verschiedene Eulen und verwilderte Katzen, die auch recht abgelegene Teile des Parks unsicher machen. Erstaunlicherweise können Ringelschwanzbeutler sehr schnell und agil werden, wenn sie eine Bedrohung wittern, was dazu führt, dass auch ungewöhnliche Feinde wie die verwilderten Katzen ihren Beständen nicht wirklich gefährlich werden.
In anderen Parks richten diese fremden Lebewesen teilweise erschreckende Schäden an, da sich das Ökosystem nicht schnell genug an sie anpassen kann; der Ringelschwanzbeutler lässt sich allerdings vom Zusammentreffen mit der Katze nicht schrecken.
Neben diesem sehr verbreiteten Beutler findet man auch noch eine Menge andere Beuteltiere, die im Eungella National Park leben: Fuchskusus sind hier ebenso verbreitet wie Buschratten, Kurznasenbeutler und Eulenschwalme.
Neben diesen schönen Beständen an Beuteltieren ist es vor allem die reichhaltige Vogelwelt, die bei einem Besuch des Parks vielen Besuchern ins Auge sticht. Nicht umsonst gilt der Eungella National Park als ein echtes Paradies für Hobby-Ornithologen, die sich beim Beobachten der mehr als 100 Vogelarten austoben können.
In der Nähe von angeknabberten Feigen und Burdekin-Pflaumen leben meist Fruchttauben, die sich nach dem Essen hoch in die Wipfel zurückziehen; dort kann man manchmal die auffällig gezeichnet Purpurbrust-Fruchttaube entdecken, die jedoch trotz ihrer auffälligen Färbung ziemlich gut getarnt ist.
Neben diesen Tauben findet man noch große Gruppen von Weißbrauen-Sericonis, die den Boden nach Würmern und Insekten durchwühlen, Samtgoldvögel, Glanzkäfertauben und Rotstirn-Fächerschnäpper, die sich unter den anderen interessanten Arten im Park hervortun.
Interessant ist aber auch die Pflanzenwelt des Parks – vor allem in den tieferen Lagen in der Nähe der Finch Hatton Camping Area findet man einen faszinierenden Tiefland-Urwald. In diesem Gebiet findet man tropische Pflanzen, die sich jedoch deutlich von dem Bewuchs in höheren Lagen unterscheidet. Da man in Australien nur wenige Gebiete mit dieser Art des Urwaldes findet, ist Eungella für interessierte Besucher natürlich besonders interessant.
Interessant ist der dichte Bewuchs von Würgfeigen, die mit ihrem Gewicht bei Sturm oft die tragenden Zweige abbrechen, doch findet man auch viele andere Arten von Kletterpflanzen und Lianen hier im Wald. Mächtige Rotzedern, die glücklicherweise nie den Holzfällern des 19. Jahrhunderts ins Auge fielen, ragen hier hoch in den Himmel, und Baumfarne, Brennesselbäume und Cunjevois konkurrieren um den Lebensraum rund um die Stämme dieser Baumriesen.
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