Australien Wassermangel

Wasser

Normalerweise kann ein Mensch mit durchschnittlicher Konstitution ohne Wasser rund drei oder vier Tage überleben. Die extremen Temperaturbedingungen in vielen Teilen Australiens bringen es allerdings mit sich, dass man nicht unbedingt von diesen Werte ausgehen kann – bei großer Hitze wird man durch den erhöhten Flüssigkeitsverlust nicht damit rechnen können, so lange durchzuhalten.

Daher ist Wasser das wichtigste Lebensmittel, welches man bei einem Aufenthalt in der Wildnis benötigt.

Körperlich gesehen dient Wasser dem Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten. Es gibt sechs verschiedene Arten, auf die der menschliche Körper Wasser verliert: durch Schwitzen, Atmen, durch den Urin, durch Weinen, Sprechen und Erbrechen.

Einige von diesen Funktionen lassen sich nicht abschalten, aber man kann Maßnahmen ergreifen, sie so weit wie möglich zu reduzieren.


 



Im Schatten mit wenig Bewegung wird man weitaus weniger Schwitzen als wenn man sich in praller Sonne bewegt. Wenn Bewegung nötig ist (zum Beispiel um Wasser zu suchen), sollte diese nach Möglichkeit am Abend erfolgen, wenn die Sonneneinstrahlung nachgelassen hat.

Wenn man sich ruhig im Schatten aufhält, verbraucht man nur ein Drittel soviel Flüssigkeit wie jemand, der ruhig in der Sonne steht. Es ist übrigens empfehlenswert, die Kleidung anzubehalten, dabei aber helle, weite Kleidung zu wählen, da diese den Kühleffekt des Schwitzens maximiert. Weiterhin empfiehlt es sich, zur Kühlung des Körpers eventuell vorhandene kühle Brisen zu nutzen und nach Möglichkeit nicht zu nah am Boden zu ruhen.

Der aufgeheizte Boden trockener Regionen ist oft um einiges wärmer als die Region 30 Zentimeter darüber.


 



Weinen, Sprechen und Erbrechen sind die drei Funktionen, die sich einschränken oder abschalten lassen. Ganz ohne zu sprechen wird niemand einen längeren Aufenthalt hinter sich bringen wollen, doch kann man dies weitgehend reduzieren. Erbrechen kann man durch geeignete Auswahl der Nahrung vermeiden. Weinen ist schließlich ein Prozess, der bei einer Notsituation durchaus vorkommen wird, dem man sich allerdings nicht hingeben sollte.

Eine wichtige Frage bei einem Wassernotstand ist die, welches Wasser man trinken kann.
Salzwasser kann man niemals für diesen Zweck verwenden, da der hohe Salzgehalt einen Flüssigkeitsverlust nach sich ziehen würde und somit keinerlei positiver Effekt erreicht würde.

Auch Urin ist zu salzhaltig, um als „Notgetränk“ verwendet zu werden. Allerdings ist diese Flüssigkeit durchaus dazu geeignet, die Haut zu kühlen, wenn man ihn sammelt; so muss man kein Wasser, welches man trinken kann, dazu verwenden.


 



Ebenfalls sollte man keine Kiesel lutschen. Der Speichelfluss wird angeregt, was einen Flüssigkeitsverlust zur Folge hat.

Es ist essentiell wichtig, Übelkeit und Durchfall zu vermeiden, weshalb man mit dem Wasser, welches man zu sich nimmt, sehr vorsichtig sein sollte. Niemand hat etwas gewonnen, wenn übereilt zu sich genommenes Wasser schließlich zu einem weiteren Flüssigkeitsverlust führt.

Daher sollte Schmutzwasser auf jeden Fall abgekocht und durch ein sauberes Tuch geseiht werden, um es sicher trinkbar zu machen. Empfehlenswert sind auch Keramikfilter oder Entkeimungstabletten, die es im Outdoor-Handel gibt.

Ganz allgemein ist es übrigens empfehlenswert, Wasser nur in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen, um einen maximalen durstlöschenden Effekt zu erzielen. Auch bei einer nicht existenziellen Bedrohung kann Durst das Warten weitaus unangenehmer machen.

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