Australien Trockenzeit
20. Mai, 2007 von Moderator
Lakefield Park, Queensland: Geschichte
Einige Nationalparks in Queensland können geschichtlich gesehen auf den glücklichen Umstand zurückblicken, dass sie für eine lange Zeit den europäischen Siedler sehr unattraktiv erschienen. So sind diese Parks oft auch heute noch in einem naturbelassenen, vom Menschen weitgehend unberührten Zustand, der die Nachfahren der ersten Siedler heute sehr erfreut.
Der Lakefield Park ist aufgrund seine immensen Größe natürlich nicht in jeder Ecke völlig unberührt. Nicht nur, dass die Aborigines, die hier einige tausend Jahre immer wieder lebten und die die Zeit außerhalb der heute “Dry” genannten Trockenzeit nutzten, ihre Spuren hinterlassen haben, es gibt auch da und dort noch Spuren der europäischen Siedler, die versuchten, sich hier niederzulassen.
Viele Teile Australien können heute durch ausgeklügelte Bewässerungssysteme und leistungsfähigere Landwirtschaft genutzt werden, auch wenn dies noch vor hundert Jahren undenkbar schien. Die Region des heutigen Lakefield Park gehört allerdings definitiv nicht zu den Gebieten, die stark unter den Besiedlungsversuchen gelitten haben; ebenso findet man selbst heute nicht besonders viele Gebiete, in denen Landwirtschaft betrieben wird.
Für die Siedler in der Frühzeit des modernen Australiens war diese Region tückisch. Außerhalb der Trockenzeit, wenn einige Besiedlungsversuche gestartet wurden, erschienen die weiten Grasflächen und die vielen Flüsse, die sich durch das Land zogen, durchaus geeignet für eine Nutzung durch den Menschen Zu schnell aber brennt die Sonne während des Dry sämtliche Flüssigkeit aus dem Land, so dass man nur noch rund um die lebensrettenden Wasserlöcher überleben kann.
Lakefield eignete sich weniger wegen seiner Trockenheit kaum zur Besiedlung als vielmehr wegen den recht starken jahreszeitlichen Schwankungen, die eine Nutzung dieses Gebietes schließlich nicht mehr besonders attraktiv machten.
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