Australien Tiere
18. Dezember, 2006 von Moderator
Bedrohte Tierarten finden im Alpine National Park Schutz
Australien ist ein weites, warmes und trockenes Land, in dem Erhebungen jeder Art eine Seltenheit sind. Die große Kette der Great Dividing Range stellt dementsprechend beinahe die einzige größere Gebirgsverbindung dar, und es ist einsichtig, dass man auf dem Kontinent in jeder Art von Gebirge eine Flora und Fauna findet, die sich nicht mit der vergleichen lässt, die weite Teile des Kontinents prägt.
Die Gebirgsregion des High Country in Victoria zeichnet sich daher auch durch große klimatische Besonderheiten aus. Sie unterliegt einem steten Wandel, da Schnee die Höhenlagen beinahe den ganzen Winter bedeckt, die Sommer aber durch teilweise recht hohe Temperaturen geprägt sind. Nicht nur in den Niederungen des High Country erreichen die Temperaturen Marken, die für diese Höhen in anderen Teilen der Erde weitgehend ungewohnt sind.
Allerdings sind diese grundsätzlichen Tendenzen keineswegs als bindend anzusehen. Das Wetter schlägt oft rasch um, und Tage, die mit großer Wärme und beinahe klarem Himmel beginnen, enden in den höheren Regionen nicht selten mit Schneefällen. Sehr rasch wandeln sich Frostgrade zu als unangenehm empfundener Hitze, und man wird nicht viele Regionen in Australien finden, in denen vielseitige Kleidung für eine Reise derart essentiell wichtig ist.
Die besondere Tierwelt der Great Dividing Range ist in vielen Teilen des Gebirges durch Einwirkung des Menschen angeschlagen; manche Arten sind bedroht, andere mussten sich in entlegene Regionen zurückziehen, für die sie nicht optimal angepasst sind.
Daher findet man im Alpine National Park, einem der großen, unberührten Gebiete dieser Gebirgskette, eine große Zahl von andernorts bedrohten Arten, die hier noch in freier Wildbahn leben.
Doch sticht die Tierwelt des Alpine National Parks nicht nur dadurch hervor, dass sie gut erhalten ist; die seltene Kombination aus wechselhaftem Klima und einer reichen Vielfalt von Vegetationstypen haben ihren Beitrag dazu geleistet, das Leben hier äußerst ungewöhnlich zu prägen.
Man findet hier auffällige Vögel wie den lauten Helmkakadu, den bunten Pennant-Sittich, aber auch exotische Arten wie den Klunker-Honigfresser, der optisch den beiden Erstgenannten kaum nachsteht.
Seltene Arten, die nur in dieser Region vorkommen, sind ferner des Bürsten-Felsenkänguru, welches sich perfekt an das Leben zwischen kargem Stein angepasst hat, und der schon beinahe ausgestorbene Bergschlafbeutler. Dieses seltene, scheue Tier war in der Vergangenheit bereits als ausgestorben bezeichnet worden, doch lebten noch einige Gruppen dieser kleinen Tiere in den Weiten dieses Parks.
Daneben leben natürlich auch für australische Verhältnisse „gewöhnliche“ Tiere in oft reicher Anzahl hier. Begegnungen mit Kängurus und Schnabeltieren sind nicht selten, doch muss man eine ganze Menge Geduld besitzen, um auf diese Tiere zu treffen. Auch nachtaktive Tiere wie die Fledermaus oder der Wombat sind hier in reicher Anzahl zu finden. Einzig der typisch australische Emu fehlt weitgehend.
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