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Reiten und Wandern im Kinglake National Park

Nachdem Goldschürfen und Holzschlag sich als nicht geeignete Wirtschaftsquellen für die Region des Kinglake National Park erwiesen hatten, war es insbesondere die Viehzucht, die diese Region voranbrachte.

Noch heute werden weite Teile des äußeren Parks von Farmland eingenommen, welches man entweder für die Vieh- oder Pferdezucht oder teilweise auch für den Weizenanbau nutzt. Allerdings sind Touren durch diese Gebiete für die meisten Besucher eines Nationalparks wahrscheinlich weniger interessant.

Als ansprechend wiederum empfinden viele Parkbesucher die Möglichkeit, sich auf den Farmen Pferde zu leihen, die das ideale Fortbewegungsmittel für den bergigen, nördlichen Teil des Parks sind. Dort und im gesamten Parkgebiet sind Reitgebiete ausgewiesen.

Man sollte sich bei der Suche nach einem geeigneten Gebiet für einen Ausritt allerdings nicht zu sehr auf eine Karte verlassen. Oft werden bestimmte Routen oder Gebiete für eine Weile gesperrt werden und für Pferde nicht erlaubt sind.

Neben eventuellen Ausritten im Park ist vor allem das Wandern im Park bei den Besuchern beliebt.


 



Unter den Wegen des Kinglake Parks findet man leichte, angenehme Kurzwanderungen ebenso wie recht aufwändige Tagestouren, an die sich nur Wanderer wagen sollten, die gut in Form sind. Das Angebot ist breit, und man kann davon ausgehen, für den Geschmack der meisten Menschen etwas im Park zu finden.

Eine der leichteren Wanderungen ist die kurze Tour zu den Wombelano Falls. Diese schönen Wasserfälle liegen in der Nähe von Hirts Creek und stellen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Park dar. Interessant sind die Farnschluchten, durch die man auf dem Weg kommt. Die Luft ist in diesen Schluchten typischerweise kühler, und viele Wanderer im Sommer empfinden diesen Umstand als sehr angenehm.

Ein weiteres, beliebtes Ziel sind die Mason Falls, die ebenfalls auf dem Gebiet des Kinglake Park liegen. Der Weg zu diesen Wasserfällen ist kurz, aber teilweise recht anstrengend, und die Strecke durch Messmate-Wälder und Farne gehört zu den schönsten Anblicken, die man im Park gewinnen kann.

Eine der Tagestouren im Park startet beim Picknickplatz Jehosaphat Gully südlich von Kinglake. Diese Tour führt am Jehosaphat Creek vorbei und über den Mount Everard, der als höchste Umgebung des Umlandes einen prächtigen Blick auf Melbourne bietet – wenn die Sicht gut genug ist. Die Tagestour führt schließlich zurück zum Picknickplatz, von dem aus sie gestartet ist, und man kann sich abends nach einer anstrengenden, aber auch schönen Tour erholen.


 



Wanderungen sind natürlich nicht die einzige Möglichkeit, den Kinglake National Park zu erschließen.

Beliebt bei Menschen, die ein wenig wanderfaul sind, ist zum Beispiel der Frank Thomson Lookout gleich außerhalb von Kinglake. Der Aussichtspunkt ist leicht mit dem Auto zu erreichen, bietet aber dennoch einen herrlichen Ausblick auf die Stadt. Auf einem kleinen Picknickplatz findet man Tische und Toiletten.

Ist man nicht mit einem gewöhnlichen Auto, sondern mit einem Geländewagen unterwegs, bieten sich gleich noch eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten, den Park zu erkunden. Die Bowden Spur Road zum Beispiel ist für Allradfahrzeuge geeignet. Diese Strecke beginnt nur wenige hundert Meter entfernt vom Thomson Lookout und bietet sich für abenteuerlustige Piloten also als Fortsetzung des Ausflugs an.

Die Bowden Spur Road ist eine eigenwillige, kurvenreiche Straße, die nicht für jeden unerfahrenen Piloten geeignet ist, die aber doch erstaunlich anfängerfreundlich ist.

Von verschiedenen Punkten entlang dieses Weges hat man einen interessanten Ausblick auf die nahe Stadt.

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