Australien Goldrausch
23. April, 2007 von Moderator
Robe
Ein beliebter Ferienort an der Guichen Bay ist das kleine Städtchen Robe, das etwas mehr als 700 Einwohner zählt. Im 19. Jahrhundert war Robe ein wichtiger Wollexporthafen, von dem aus die Produkte aus dem Umland verschifft wurden. Die Schafzucht war und ist ein wichtiger Wirtschaftszweig rund um die Stadt; die weiten Ebenen, die als Weiden genutzt werden, eignen sich zu diesem Zweck hervorragend.
Aus dieser Zeit stammen auch noch die vielen, recht gut erhaltenen Gebäude, die in der Stadt unter Denkmalschutz stehen – der relative Wohlstand, den Robe zu dieser Zeit genoss, schlug sich in den Bauten der Stadt nieder.
1857, als der sich in Australien ausbreitende Goldrausch gerade größere Ausmaße annahm, kamen im Ort 10.000 Goldsucher an Land, vorwiegend Chinesen, die auf dem neuen Kontinent ihr Glück versuchen wollten.
Die Goldsuche in dieser Region war allerdings kein langfristiges Geschäft; nach dem Rückgang der Erträge wandten sich bald viele Sucher wieder der Landwirtschaft zu und nutzten ihre Gewinne, die sie durch das Gold gemacht hatten, vorwiegend, um sich eine Existenz aufzubauen.
Robe ist zu weit entfernt von den wirklichen Goldstädten, als dass die Stadt größeren Profit aus dem Goldrausch hätte ziehen können, aber immerhin nutzte die Ankunft der Sucher der Stadt kurzfristig.
Seit der positiven Entwicklung des Australientourismus in der letzten Zeit entwickelt sich die kleine Stadt mehr und mehr zu einem beliebten Ferienort, da die Guiche Bay schöne, ruhige Strände aufweist, die angenehmerweise nicht überlaufen sind. Man findet in der Nähe der Stadt recht einfach ein paar schöne Orte, um die Ruhe des Urlaubs genießen zu können.
Schön ist die recht große Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten in der Stadt, bei denen es sich oft um neu gebaute, gut ausgestattete Hotels der mittleren Preisklasse handelt, die gerade richtig sind für Touristen mit einem nicht zu großen Urlaubsbudget. Daneben findet man auch Motels, günstigere Hotels und die Möglichkeit zu Campen in Robe und Umgebung.
Viele Touristen besuchen gern die recht zahlreichen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert, von denen es rund zwei Dutzend in der Stadt gibt.
Eines der interessantesten ist das Karatta House, welches 1860 als Sommerhaus der Gouverneurs diente. Heute kann das Haus besichtigt werden und bietet einen interessanten Einblick in das Leben in dieser Zeit.
Im alten Zollamt findet man ein lokalhistorisches Museum, in dem man einige interessante Ausstellungsstücke aus der Geschichte des Ortes findet. Dokumente und Bilder veranschaulichen die Entwicklung von Robe.
Die beiden Gaststätten Lakeside Inn und Caledonia Inn gehören zu den Ältesten ihrer Art in South Australia. Beide sind noch heute in Betrieb und laden dazu ein, in der gemütlichen Atmosphäre vergangener Zeit einen Drink einzunehmen.
Etwas außerhalb der Stadt kann man die faszinierende Küstenlandschaft bewundern. Neben den sicheren, schönen Stränden der Guichen Bay gibt es auch viele Regionen, in denen die außerhalb der Bay raue Brandung bizarre Felsformationen geschaffen hat.
Interessant sind auch die viele verschiedenen Vogelarten an den Lagunen und Strandseen in der Nähe von Robe.
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