Australien Gold

Der Lerderderg Natoinal Park – enstanden aus einem Waldreservat

Wie in so vielen Gebieten in Victoria geht auch die Erschließung des Lerderderg-Gebietes auf die Goldsuche Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Relativ kurz nach dem Beginn des australischen Goldrausches, der in Victoria ungeahnte Ausmaße annahm, kamen die ersten Glücksritter zum Lerderderg River, um an seinem Flussufer nach Gold zu suchen. Schnell wurden die Bemühungen von ersten Erfolgen gekrönt, was dazu führte, dass die Region noch anziehender für andere Goldsucher wurde:

Ein Goldrausch beachtlichen Ausmaßes war die Folge.

Recht schnell wurden Siedlungen gegründet, in denen einerseits Händler und Gastronomen sich niederließen, die von den Funden der Goldsucher profitieren wollten, und andererseits natürlich die Goldsucher selbst.

Allerdings war der Rausch kurz und enthusiastisch – einen längerfristigen Nutzen konnten nur wenige Leute aus der Region daraus ziehen, weshalb man heute auch nur noch relativ wenige Spuren davon finden kann.


 



Am deutlichsten geprägt von den Anstrengungen der Goldsucher sind der Byers Back Track und der Tunnel Point. Bei letzterem leitete man den Lerderderg River durch einen Tunnel, der durch das feste Gestein der Schlucht führte, um die Arbeit zu erleichtern.

Es dauerte eine Weile, ehe sich eine leistungsfähige und über die Goldfunde hinaus ertragreiche Wirtschaft in den schnell errichteten Siedlungen bildete. Es waren vor allem der Holzschlag und die Binnenschifffahrt, die einigen der Städtchen sehr nützten.

Allerdings führte vor allem die Nutzung der Wälder relativ schnell zu einem gewissen Raubbau an der Natur, den man glücklicherweise nicht ewig vorantreiben wollte. Es kam schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Einrichtung eines ersten Waldreservats, welches den Namen des heutigen Nationalparks trug; umschlossen wurden einige Teile des Lerderderg River und der umliegenden Region.

Nach und nach wurde der Park in drei Schritten immer umfassender gestaltet, bis er schließlich seine aktuelle Größe von 13.400 Hektar erreichte. Das Bedürfnis nach umfassenderem Schutz für die Region brachte es mit sich, dass man das Waldreservat zum Staatspark erklärte.

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