Aborigines Malerei

Die Geschichte des Grampians National Park

Es ist nicht ganz klar, wie lange vor der Ankunft der Europäer Aborigines in den Grampian Mountains lebten. Klar ist, dass die Berge für diesen Stamm nicht der Hauptlebensraum waren, dass sie aber wohl teilweise besucht und genutzt wurden.

Als Lebensgrundlage eigneten sich die Berge aber nach Einschätzung vieler Experten wohl kaum, so dass man davon ausgeht, dass die Aborigines sie eher als Jagd- oder Ausweichgründe benutzten. Weiterhin geht man davon aus, dass einige Höhlen und Felsgebilde für die Ureinwohner spirituelle Bedeutung hatten, da ausführliche Malereien davon recht eindeutige Zeugnisse liefern. Häufige Motive in den Grampians sind Tierfährten sowie menschliche Hände und Füße, die üblicherweise in Strichzeichnungen aufgemalt sind.

1836 schließlich kam der erste Europäer zu diesem Gebirge. Thomas Mitchell erforschte die Region und befand vor allem die Ausläufer der Berge als für die Besiedlung geeignet; die Grampians selbst erschienen auch ihm als wenig idealer Lebensraum.


 



Wie in vielen Teilen Victorias kamen bald die ersten Viehzüchter, die die Weidegründe nutzen wollten, und taten dies mit relativem Erfolg. Die Ausläufer der Berge waren klimatisch recht gut geeignet für die Nutzung als Weideland, und wenn auch andere Arten von Landwirtschaft rar waren, reichte doch diese Wirtschaft aus, um einer ganzen Anzahl von Siedlern ein Auskommen zu sichern. Bauholz war ebenfalls nicht rar, da es rund um die Berge genug Wälder gab, die man zu diesem Zweck schlagen konnte.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts kam auch in der Region um die Grampians das Goldfieber auf. Man hatte einige kleinere Goldfunde in der Region gemacht, die natürlich völlig ausreichten, im ohnehin schon goldverrückten Victoria das Fieber anzukurbeln. So kamen neben den Viehzüchtern auch Goldsucher in die Region, allerdings stellte sich mit der Zeit heraus, dass die Landwirtschaft hier mehr Zukunft hatte.

Es folgte eine lange Zeit der relativ moderaten Nutzung der Region, bis schließlich 1984 der Nationalpark eingerichtet wurde. Die Besucherzahlen sind seit der Einrichtung des Parks beinahe jedes Jahr gestiegen, und mit der zunehmenden Beliebtheit des Grampians National Park kam es zur Einführung verschiedener Schutzbestimmungen, die die Region vor fremden Gewächsen, verwilderten Tieren und vor allem vor Bodenerosion schützen sollten, da diese drei Faktoren in der Vergangenheit erhebliche Schäden im Park angerichtet haben.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Camping Australien


Wandern im Grampians National Park – Naturerfahrung hautnah Die beliebteste Art und Weise, körperliche Aktivität mit dem Erfahren der Natur zu verbinden, ist für viele Urlauber sicherlich das Wandern. Der Grampians National Park bietet hierzu hervorragende Möglichkeiten – mehr als 200 Kilometer an gut gepflegten Wanderwegen verschiedener Schwierigkeitsgrade sorgen für reichliche Abwechslung. Auf diesen Wegen findet man für beinahe [...]

Australien Bumerang


Der Bumerang - Von der Jagd zum Sport Neben dem Didgeridoo ist wohl der Bumerang das bekannteste Werkzeug der Ureinwohner Australiens. Schon lange bevor in Europa überhaupt Interesse an dem seltsamen Musikinstrument aufgekommen war, erfreute sich der Bumerang großer Beliebtheit als Sportgerät. Bumerangs werden schon lange nicht mehr nur in Australien hergestellt, und auch wenn die Herkunft dieses Geräts klar den Ureinwohnern dieses Kont [...]