Aboriginal Kunst
26. April, 2007 von Moderator
Die Kunst der Aborigines
Auch die Kunst der Aborigines ist Ausdruck dieser Verbindung zur Traumzeit und zu den Wesen, die in dieser Zeit die Welt bevölkerten. Schnitzereien, Gravuren und Bemalungen sind typisch für die Ureinwohner Australiens, wobei beliebte Objekte für diese Künste Waffen, Rindengefäße und sogenannte Seelenhölzer sind. Andere Kultobjekte werden oft mit Darstellungen von Figuren oder geometrischen Mustern versehen, Dingen, die teilweise ebenfalls Dinge aus der Traumzeit darstellen.
Beliebte Motive dieser Kunst sind Tiere, Geister und Jagdszenen, drei Bereiche, die das Leben der Aboriginies auf entscheidende Weise prägten.
Neben kleineren kultischen Objekten und Werkzeugen und Waffen sind auch Höhlen und Wände beliebte Untergründe für die Kunst der Aborigines. Die Felsmalereien, die Urzeitwesen und –geister darstellen oder auch Wesenheiten, die von den Aborigines als göttliche Prinzipien verehrt werden, darstellen, werden teilweise jährlich rituell erneuert. Oft sind diese Motive in Form von Felsgravuren dargestellt, die eine Vorstufe zur Malerei darstellen, doch ist auch die „echte“ Malerei mit Ockererde, Kohlestaub oder Tonerde „typisch aboriginal“.
Doch nicht nur die bildende oder darstellende Kunst ist für die Ureinwohner des Kontinents wichtig. Gefühle und Erlebnisse werden bei den Aborigines oft durch Musik, Tanz und Geschichten ausgedrückt. Auch die Legenden und Geschichten der Traumzeit werden – wie bei vorschriftlichen Kulturen – nur auf diesem Wege weitergegeben. Die Gedächtnisleistungen, die die spirituellen Führer der Aborigines dabei erbringen, sind beeindruckend – der Vortrag eines Schamanen über die Traumzeit kann sich über eine lange Weile erstrecken.
Allerdings haben die rapiden und dramatischen Veränderungen der Umwelt auch ihre Spuren im kollektiven Unterbewusstsein der Aborigines hinterlassen – viele Geschichten gingen in den letzten Jahrhunderten verloren, und die Traditionen der schamanischen Ausbildung können heute nicht mehr in der Form gepflegt werden, wie dies noch vor der europäischen Besiedlung der Fall war.
Dennoch ist die musikalische Kultur der Aborigines lebendig – das Didjeridu hat in den letzten Jahrzehnten seinen Weg zur weltweiten Beliebtheit gefunden, und wer dieses Instrument einmal gehört hat, kann sich sicher vorstellen, wie es den Weg in die Traumzeit für die Schamanen erleichtern kann.
Diese Musikinstrumente sind folgendermaßen zu beschreiben: es handelt sich um ein bis zwei Meter lange Rohre aus Eukalyptusstämmen, deren Rinde abgeschält wurde. Didgeridoos sind üblicherweise mit Malereien verziert. Töne werden bei diesem Instrument nur durch Variation der Lippenbewegungen verändert. Zu diesem bekanntesten Instrument werden Klanghölzer aneinander geschlagen, während Schwirrhölzer über dem Kopf gewirbelt werden.
Das Ergebnis ist ein monotones, für europäische Ohren bedrückendes Klangerlebnis, dem man seine Faszination jedoch sicher nicht absprechen kann.
Kommentar schreiben
Childers Australia
Verfasst in Info , Kultur , Geschichte , Unterkunft , Hotels am 21. November 2006
Childers Wenn man es geschickt anstellen würde, könnte man wahrscheinlich am Ortseingang von Childers eine Kasse aufstellen und von den Besuchern Eintritt verlangen. Diese würden glauben, soeben Zutritt zu einem Freilichtmuseum über die Geschichte Queenslands bekommen zu haben, und würden sich wahrscheinlich noch erstaunter in der Stadt umsehen. Childers, in der Nähe von Bundaberg am Bruce Highway gelegen, kann in der Tat den Eindruck [...]Sehenswürdigkeiten Australien
Verfasst in Info , Kultur , Natur & Tiere , Nationalparks am 24. Februar 2007
Das Besondere am Lower Glenelg National Park Die Landschaft des Lower Glenelg National Park ist gleich in mehreren Hinsichten außergewöhnlich. Zum einen sind da die beeindruckenden Kalksteinformationen rund um den Glenelg River, die natürlich eine im australischen Vergleich außergewöhnliche Attraktion darstellen, zum anderen ist es eine aus diesem speziellen Boden entstandene Vegetation, die man sonst in Australien kaum finden wird. De [...]


